Lagerung & Lagerkosten

Sicherheit für Ihre physischen Werte

Wer in physische Edelmetalle, Technologiemetalle oder Seltene Erden investiert, investiert bewusst in reale, greifbare Sachwerte. Neben der Auswahl der richtigen Metalle spielt daher auch deren professionelle und sichere Verwahrung eine wesentliche Rolle.

Warum fallen bei physischen Metallen Lagerkosten an?

Metalle in einem professionell geführten Depot werden nicht lediglich „irgendwo eingelagert“. Die Lagerkosten dienen insbesondere der sicheren Verwahrung und Versicherung der physischen Bestände sowie – je nach Metall und Anbieter – der Lagerung in entsprechend geeigneten Lager- bzw. Zollfreilagerstrukturen.

Bei unseren Partnerlösungen werden insbesondere Technologie- und Industriemetalle in der Schweiz verwahrt. Die entsprechenden Lagerstrukturen ermöglichen eine professionelle Verwahrung der physischen Bestände und – sofern die jeweiligen steuerlichen Voraussetzungen erfüllt sind – eine Lagerung innerhalb einer Zollfreilagerstruktur.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die getrennte Zuordnung der Kundenbestände. Die Metalle werden dem jeweiligen Kundenbestand zugeordnet und entsprechend der vertraglichen Ausgestaltung getrennt vom operativen Vermögen des jeweiligen Anbieters verwahrt.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird in diesem Zusammenhang häufig von Sondervermögen gesprochen. Entscheidend sind jedoch immer die konkrete vertragliche und rechtliche Ausgestaltung sowie die Eigentums- und Verwahrungsverhältnisse des jeweiligen Anbieters.

Fachgerechte Lagerbedingungen für Metalle

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil einer professionellen Verwahrung sind die geeigneten Lager- und Umgebungsbedingungen.

Technologie-, Industrie- und Seltene-Erden-Metalle können – abhängig vom jeweiligen Metall und seiner Beschaffenheit – unterschiedlich auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sauerstoff und andere Umwelteinflüsse reagieren.

Eine fachgerechte Lagerung berücksichtigt daher nicht nur Diebstahl- und Versicherungsschutz, sondern auch die für das jeweilige Metall erforderlichen Bedingungen. Dazu können unter anderem kontrollierte Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen, geeignete Verpackungen sowie der Schutz vor Oxidation, Verunreinigungen oder anderen chemischen Reaktionen gehören.

Gerade bei hochwertigen Technologie- und Industriemetallen ist dies wichtig, um Qualität, Reinheit und industrielle Verwendbarkeit langfristig zu erhalten.

Professionelle Lagerkosten finanzieren somit nicht nur den physischen Platz im Lager, sondern auch die notwendigen Rahmenbedingungen, damit die eingelagerten Sachwerte sicher und fachgerecht verwahrt werden und ihre Qualität erhalten bleibt.

Was kosten Lagerung und Versicherung?

Die tatsächlichen Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter, Metallart, Lagerform und Depotzusammensetzung.

Als Orientierung bewegen sich die laufenden Kosten bei einem gemischten Portfolio aus Gold, Silber und Technologiemetallen durchschnittlich bei rund 0,7 % pro Jahr.

Bei einem Depot mit überwiegend Technologie- und Industriemetallen können die Kosten bei ungefähr 1 % pro Jahr liegen.

Die jeweils tatsächlich verrechneten Konditionen ergeben sich aus den Vereinbarungen und Preisverzeichnissen des jeweiligen Anbieters.

Warum können die Lagerkosten mit der Zeit steigen?

Hier gibt es einen Punkt, der auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich klingt: Steigende Lagerkosten können durchaus ein erfreulicher Begleiteffekt sein.

Bei wertabhängigen Lager- und Versicherungskosten richtet sich die Berechnungsgrundlage nach dem Wert der eingelagerten und versicherten Metalle. Steigt beispielsweise der Wert eines Metallportfolios deutlich, steigt damit auch der zu versichernde Wert – und entsprechend können sich die Lager- und Versicherungskosten erhöhen.

Oder etwas vereinfacht gesagt:

Wenn die Rechnung etwas größer wird, kann das auch daran liegen, dass das, was im Lager liegt, inzwischen mehr wert ist. Ganz vermeiden möchten wir die Kosten daher gar nicht. 😉

Wie werden die Lagerkosten künftig abgerechnet?

Je nach Anbieter erfolgt die Abrechnung künftig vierteljährlich oder halbjährlich.

Wir empfehlen grundsätzlich, diese laufenden Lager- und Versicherungskosten entsprechend der jeweiligen Abrechnung zu begleichen. Dadurch bleibt das Metallinvestment sauber vom laufenden Investment beziehungsweise Sparplan getrennt und transparent nachvollziehbar.

Bei größeren Depots oder entsprechend positiver Wertentwicklung besteht darüber hinaus die Möglichkeit, gemeinsam zu prüfen, ob realisierte Gewinne einzelner Metallpositionen zur Deckung laufender Kosten herangezogen werden können.

Dabei wird nicht automatisch verkauft. Eine solche Entscheidung sollte immer von der Entwicklung des jeweiligen Metalls, dem aktuellen Rücknahmepreis und der Gesamtstrategie des Depots abhängig gemacht werden.

Warum gab es in der Vergangenheit teilweise unübersichtliche Abrechnungen?

Bei einzelnen Anbietern waren die Abrechnungsintervalle in der Vergangenheit leider nicht immer einheitlich. Teilweise kam es zu mehreren Abrechnungen beziehungsweise zu zeitlich verzögerten Vorschreibungen. Das konnte für Kunden verständlicherweise unübersichtlich wirken.

Auch bei InterGOLD wurde zuletzt ein längerer Zeitraum von rund eineinhalb Jahren gesammelt abgerechnet, da die technische beziehungsweise EDV-seitige Umstellung auf eine regelmäßige Abrechnung erst jetzt umgesetzt werden konnte. Dadurch fiel die aktuelle Vorschreibung höher aus als bei einer laufenden quartalsweisen oder halbjährlichen Abrechnung.

Auch bei anderen Anbietern, unter anderem Golden Gates, gab es in der Vergangenheit unterschiedliche Abrechnungsintervalle, wodurch für Kunden teilweise der Eindruck mehrerer beziehungsweise zusätzlicher Vorschreibungen entstehen konnte.

Gerade deshalb begrüßen wir eine künftig regelmäßige und nachvollziehbare Abrechnung.

Lagerkosten sind Teil eines echten Sachwertinvestments

Bei einem physischen Metallinvestment entstehen reale Werte – und reale Werte benötigen eine entsprechende Verwahrung.

Professionelle Lagerung, Versicherung, geeignete Lagerbedingungen, dokumentierte Eigentumsverhältnisse und – bei entsprechenden Metallen – geeignete Zollfreilagerstrukturen sind aus unserer Sicht wesentliche Bestandteile eines seriösen Metallinvestments.

Eine möglichst günstige Lagerung ist daher nicht automatisch die beste Lagerung. Entscheidend ist vielmehr, dass jederzeit nachvollziehbar ist:

Denn am Ende gilt:

Ein physischer Sachwert soll nicht nur Chancen auf Wertentwicklung bieten – er soll vor allem sicher und fachgerecht verwahrt sein.

Und wenn aufgrund einer positiven Wertentwicklung irgendwann auch die wertabhängigen Lagerkosten etwas steigen, ist das vermutlich eine jener Rechnungen, über die man sich zumindest ein kleines bisschen freuen darf. 😉